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Alfred Adler (7 фев 1870 — 28 мая 1937) Über den nervösen Charakter Wien 1912

Theoretischer Teil

I. Kapitel.

Ursprung und Entwickelung des Gefühls der Minderwertigkeit und dessen Folgen.

Der Nervöse trägt das Gefühl der Unsicherheit ständig mit sich. Daher ist sein „analogisches Denken“ stärker und deutlicher ausgeprägt. Sein Misoneismus (Lombroso), seine Furcht vor dem Neuen, vor Entscheidungen und Prüfungen, — die zumeist vorhanden ist, — stammen aus dem Mangel einer Analogie. Er hat sich so sehr an Leitlinien gekettet, nimmt diese wörtlich und sucht nur sie zu realisieren, dass er, ohne es zu wissen, darauf verzichtet hat, unbefangen, ohne Vorurteil an die Lösung realer Fragen zu gehen. Auch die notwendigen Einschränkungen durch die Wirklichkeit, wo sich hart im Raume die Dinge stossen, drängen ihn gemäss seiner Einstellung nicht zur Beseitigung der Fiktion, sondern nur zu ihrer Verwandlung. Noch konsequenter versucht der psychotische Patient die Realisierung seiner Fiktion durchzusetzen. Der Neurotiker zappelt im Realen an seiner selbstgeschaffenen Leitlinie und gelangt dadurch zu einer Spaltung seiner Persönlichkeit, dass er der realen und der imaginären Forderung gerecht werden will.

Tags: Адлер
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